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Texte und Gedichte

1995 veröffentlichte ich im Eigenverlag mein erstes Buch "Antropophobia oder Das wahre Gesicht"

Derzeit sind drei neue Bücher in Vorbereitung (Stand Oktober 2018).

Aktuelle Gedichte, Gegenwartslyrik und Gedankentexte finden sie in meinem Blog:
https://dichtergarten.blogspot.com/


Leseproben aus "Antropophobia
oder Das wahre Gesicht" (1995)

Einsamkeit

Allein mit mir
In meiner Welt.
Stille trotz des Lärms.
Einsam trotz der Menschen.
Innere Zufriedenheit,
Innere Leere.
Ständig wechselnd.
Hab soviel zu sagen,
Auch ohne zu sprechen.
Keiner hört zu.
Meine Schuld?


Das wahre Gesicht

Lachen gekünstelt,
Freude gespielt,
Optimismus ist nur vorgetäuscht.
Die Wahrheit verborgen
Hinter tausend Schleiern.
Die wahren Gefühle werden weggescheucht.
Vorm Gesicht eine Maske,
Die Menschen sind falsch,
Entscheidend ist der Schein.
Sie spielen das Spiel,
Das sich Leben nennt,
Und sehen die Wahrheit nicht ein.


Meine Gedichte

Taumelnd zwischen
Ironie und Ernst,
Belustigung und Trauer,
Zärtlichkeit des Wortes
Und Grausamkeit der Gedanken,
Oder anders herum.

Auf der Suche nach dem Sinn
Und Unsinn des Lebens.
Ständig im Zwiespalt
Und trotzdem ganz ICH.


Gedanken

Gedanken, ich hab sie,
Ich mache sie mir.
Ich gebe ihnen Gestalt.
Weit voraus sind sie oft,
Kaum erkenn’ ich sie noch,
Doch geben sie mir Hoffnung und Halt.


Blutige Religion

Eine Tat, mit Blut befleckt,
Gerechtfertigt durch eine höhere Macht
Ist nicht vielmehr wert,
Als der Kot eines Hundes.
Der Glaube des Menschen ist mächtig,
So heißt es,
Doch ohnmächtig ist man
Gegen blutige Macht.


Verlogene Wahrheit

Zwischen tausend Lügnern
Wird man den einen,
Der die Wahrheit spricht,
Nur schwerlich finden.
Hat man ihn dennoch,
Sagen die anderen,
Er sei einer von ihnen.
Stimmt er zu,
Um nicht aufzufallen,
Ist die Wahrheit am Ende.


Geist und Raum

Eine Welt, hier existent,
Doch milliardenfach im Geiste
Jedes einzelnen.
Drum herum Unendlichkeit.
Genau wie die Gedanken.



Die Geschichte vom Arbeitsweg einer Büroklammer oder Der Sinn des Büroklammerdaseins

Eine Büroklammer auf dem Weg zur Arbeit trifft einen Knopf. Der musste lange halten, bis er abriss,  weil er sein Leben ändern wollte, aber nun nutzlos auf der Straße liegt. Er ist halt ein Knopf und zu nichts weiter nütze, als angenäht an irgendwas zu halten oder zieren.


Sie fährt mit der Bahn und trifft dort ein Zahnrad. Das sprang aus der Uhr und wollt’ in die Welt. Das ständige Drehen, so Stunde um Stund’ in einem System, das hielt es nicht aus. Jetzt fährt es mal hin, jetzt fährt es mal her, jetzt liegt es so ‘rum und weiß nicht wohin. Es ist halt ein Rädchen, das nur so für sich nichts weiter nützt und nur im System seine Aufgabe hat.

Sie geht weiter und trifft eine Scherbe, die früher ein Teil einer Ziertasse war. Ganz fein und weiß, ganz dünn und zart. Doch wollt’ sie nicht ständig nur stehen und glänzen, poliert und angesehen werden. Sie zersprang, weil’s langweilig war, ging auf die Straße und ist nun allein. Wird nicht mehr beachtet und angesehen. Ist einsam und ihr Herze brach, genau wie sie, entzwei.

Die Büroklammer denkt sich, wie gut geht’s mir doch, geht treu ins Büro und wartet ab, bis irgendwann ein Bürokrat sie nimmt und aus Langeweile verbiegt.


Verirrt

Bin in Gedanken versunken,
In Demut ertrunken,
Von Selbstzweifeln zerfressen,
Fast vom Wahnsinn besessen,
Aus Angst meinen Weg nicht mehr
Zu dir zu finden.


Versteinertes Lächeln

Versteinertes Lächeln,
Zu allem sagt: “Ja”.
Sagt selbst im Streit:
“Ich küss’ dir die Füße”.
Aus Angst vor dem Zorn des Mächtigeren.
Aus Sorge, nicht zu erfreuen
Den Nächsten.
Aus Gefälligkeit,
Um zu gefallen.
Ein Lächeln, versteinert,
Ist öfter Verlierer,
Als ein Grinsen,
Das in Stein gehauen.


Zweifel

Bist immer im Zweifel,
Ob’s richtig so ist.
Stößt immer auf Mauern und Wände.
Siehst unüberwindbar sie vor dir stehen,
Versuchst gar nicht erst heran zu gehen.
Lässt sinken zu früh die Hände.
Suchst ewig vom Kreis das Ende.



Die Straße

Eine Straße,
Gepflastert aus Verständnis und Toleranz.
Die Menschen, die sich darauf bewegen,
Grüßen einander freundlich,
Helfen sich.
Man hört Gespräche über Liebe,
Frieden und die Schönheit des Lebens.

Ich muss abbiegen.
Kälte, Dunkelheit, Neid und Hass.
Es gibt zu viele Straßen aus Teer und Beton.


Aufgetaut

Hab’ in der Stille dieses Lärms
Den Mut zur Angst verloren.
Tränen trocknen noch bevor
Sie in die Augen treten.
Verlangte Stärke dieser Zeit
Hat keinen Platz für Liebe.
Gefühle sind im Tiefkühlfach
Für spätere Zeiten konserviert.

Doch jetzt kamst du
Und hast sie
Alle wieder aufgetaut.